Literatur 20.Jhd.
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| 91305AB | Dauthendey, Max (1867 – 1918). Reliquien. Mexico, Jens 1897.) 12°. 117(3) einseitig bedruckte Bll. Späteres Wild-Ldr. über 4 Bünden, verg. led. RSch. u. Kopfgoldschnitt (leicht lichtrandig u. Rücken ausgeblichen).
Erste Ausgabe. Osthoff 60. Wilp./G. 5. – Eines von vermutlich nur 100 Exemplaren. Nur die Vorderseiten bedruckt, wie bei Ultra-Violett und Schwarze Sonne – Phallus. – „Dieses Bändchen von ungefähr hundert Gedichten war mir ein kleines Heiligtum. Es waren darin meine ersten Liebeslieder, und ich hatte mir vorgenommen, sie nie zu veröffentlichen. (…) Damals war meine Zurückhaltung nur insofern gerechtfertigt, als der Band Gedichte, den ich ‚Reliquien‘ nannte, zu meinen Jugendgedichten zu rechnen ist. Ich versuchte bei diesen Gedichten in den ersten Anfängen eine neue Form und Kürze, die ich erst später sicherer handhaben konnte.“ (GA 1, S. 683 f.). – Wie beim Band „Schwarze Sonne. Phallus“ ist anzunehmen, dass kaum die Hälfte der in Mexico erschienenen Bände die Rückreise nach Europa angetreten haben. Das Experiment Dauthendeys, nach Mexico auszuwandern, hatte er nach wenigen Monaten wieder aufgegeben. – Papierbedingt minimal gebräunt, 1. u. letztes Bl. minimal stockfleckig.
Schlagwörter: Literatur 20.Jhd. |
500,-- | ![]() |
| 37355AB | Dauthendey, Max. Josa Gerth. Dresden und Leipzig, Pierson (1893). VIII, 185(1) S. Ln. d. Zt. (etwas berieben).
Einzige Ausgabe. Osthoff 37. Wilp.G. 1. – Erstlingswerk! – In Josa Gerth, Dauthendeys erstem Roman, spiegelt sich vor allem seine neue Weltreligion wieder. Es wird das Erwachsenwerden Josa Gerths beschrieben, die sich erst zart, später heftiger von der christlichen Religion löst, dennoch einen protestantischen Pfarrer heiratet, diesen Zwiespalt auf Dauer jedoch nicht durchhält und sich von ihm trennt. Ebenso spiegelt sich die Suche Dauthendeys nach starken Menschen wieder, an die er sich – hier Josa – anlehnen kann. Eingewoben ist der „Pfauenhof“, ein getreues Spiegelbild der „Neuen Welt“, dem Gutshof der Rostoskys, auf dem Dauthendey den Roman begann. Eingewoben auch der Dichter J. P. Jacobsen, dem dieser Roman im übrigen gewidmet ist (″Dies Buch einem Toten“), der als Naturwissenschaftler Wiking den Part des Vertreters der neuen Weltallreligion übernimmt. – Bis auf einen pfenniggroßen Brandfleck von S.101-111 innen sauberes Exemplar. – Rarissimum einer vermutlich nur wenige hundert Exemplare umfassenden Auflage. Schlagwörter: Literatur 20.Jhd. |
550,-- | ![]() |
| 86963AB | Hausmann, Raoul. Traité de questions sans solutions importantes. Mit 2 Orig.-Holzschnitten. Bale, Carl Laszlo 1957. 4°. 10 Bll. u. 2 Holzschnitte. OBrosch. (nur ganz minimal gebräunt).
Erste Ausgabe. Wilp./G. 6. Raabe 111,3. Der Photograph u. Dichter Raoul Hausmann (1886-1971) studierte in Berlin Malerei und Bildhauerei u. war Mitarbeiter der Zeitschrift „Der Sturm“, „Freie Straße“ u. „Der Aktion“. 1917/18 gründete er gemeinsam mit Richard Huelsenbeck u. Franz Jung den politisch-aktivistisch akzentuierten „Club Dada“, war als „Dadasoph“ dessen treibende Kraft und gab seit 1919 die Zeitschrift „Der Dada“ heraus. Er kritisierte aus einer antibürgerlichen Haltung heraus die bestehenden Lebensmuster und vertrat ein uneingeschränktes Eigenbestimmungsrecht des Menschen. (vgl. DBE 4, 452). – Mit schwungvoller 6-zeiliger Widmung von Hausmann auf dem Titelblatt! Zusätzlich beide Holzschnitte signiert, was in der vorliegenden „Normalausgabe“ eigentlich nicht der Fall ist. – Eines von 350 Exemplaren, hier unnummeriert. – Édition Panderma.
Schlagwörter: Literatur 20.Jhd., Literatur illustriert, Original-Graphik, Widmungsexemplare |
550,-- | ![]() |
| 90260AB | Bernhard, Thomas. Frost. Roman. Frankfurt, Insel 1983. 357(3) S. OLn. m. OU und Bauchbinde (mit Resten des originalen transparenten Einpackpapieres)
Vgl. Dittmar 21. – Eines von 1000 von Bernhard num. u. signierten Exemplare anlässlich des 20. Jahrestages des Erscheinen der Erstausgabe. – Frost ist der Bericht eines Studenten, der im Auftrag eines Arztes dessen Bruder, den Maler Strauch, beobachten soll, der sich seit 20 Jahren in ein gottverlassenes Nest „Weng“ in einem Hochtal des Salzburger Landes zurückgezogen hat und als krank bzw. verrückt gilt. Der größte Teil des sonst fast handlungsarmen Buches besteht aus den Berichten des Studenten über seine Begegnungen mit Strauch, der Wiedergabe ihrer Gespräche und der heftigen, maßlosen Monologe des Malers. Strauch leidet am „Frost“, dem Frost in der ganzen Welt, der in die Seelen gedrungen ist und der seinen Kopf hat riesig anwachsen lassen, sodass er kaum noch zu tragen ist. Am Ende kehrt der Maler Strauch von einem Spaziergang in Eiseskälte nicht mehr zurück. Der fiktive, in einer Schlucht gelegene düstere Hochgebirgsort Weng, eine Art Endstation mit einer Menge an Figuren, deren Dasein und Handeln banal und seelenlos ist – „es riecht nach Menschenfleisch“ –, ist eine „Szenerie einer Vorhölle, aus der man, wie in einem Alptraum, nicht mehr herausfindet“, schrieb Carl Zuckmayer. „Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.“
Schlagwörter: Literatur 20.Jhd., Widmungsexemplare |
600,-- | ![]() |
| 90322AB | Lechter – Widmungsexemplar – Rapsilber, M(aximilian). Melchior Lechter. Mit zahlr. tls. farb. Abb. Berlin, Wasmuth 1904. 4°. 93(3) S. Gefütterter Orig.-Pappband mit hellgrauem, faltigen Papier bezogen u. mit reicher Deckelvergoldung u. Kopfgoldschnitt (etwas gebräunt und fleckig).
Erste Ausgabe. Raub A 50. – Berliner Kunst. III. Sonderausgabe der Berliner Architekturwelt. – Auf der ersten weißen Seiten ganzseitig eine kalligraphische Widmung von Melchior Lechter: „In der Natur der Kunst/ ist alles Siegel, alles Spiegel./ Seinem/ Ottokar Menzel/ zum/ Hl. Auferstehungs-Feste 1932/ mit/ Heil und Segen/ von/ Melchior Lechter“ in Grün, Blau und Gold. Der Empfänger Ottokar Menzel (1912-1945) war Historiker und 1943 in Kiel habilitiert worden, wo er als Privatdozent wirkte. Er nahm sich und seiner Frau im Februar 1945 das Leben. – Entgegen den Angaben von Raub hier mit Kopfgoldschnitt. Das Impressum gibt neben der Normalausgabe eine „Liebhaberausgabe“ in 100 nummerierten Exemplaren an, wovon 20 Exemplare in Pergament gebunden waren. Unter den bei Raub verzeichneten Einbänden werden allerdings nur vorliegender, die Pergamentausgabe und eine weitere Pappausgabe benannt. Wir hatten auch schon eine einfach Broschur. – Die erste umfangreiche Monographie zu Melchior Lechter.
Schlagwörter: Georgekreis, Literatur 20.Jhd., Widmungsexemplare |
900,-- | ![]() |
| 80380AB | Ulysses – Saltzwedel, Caroline. Homerische Zeilen. Achtzehn [18 farbige] Radierungen zur Odyssee. Hamburg, Hirundo Press 2005. Quer-4° (31x21 cm). Titelblatt und 18 Blatt lose in handgefertigter Orig.-HLn.-Kassette.
Nr. 3 von insgesamt 25 Exemplaren. – „Diese Radierungen entstanden 2002 als bildliche „Fußnoten“ zum Zyklus EIN HAMBURGER ULYSSES (Hirundo Press, Hamburg 2002-2004) und erscheinen als eigene Reihe in einer Auflage von 25 Exemplaren. Die Kassette fertigte Ingeborg Hartmann mit einem Knitterpapier von Susanne Krause.“ (Kolophon). Der Einbanddeckel ist mittig stark geprägt mit einer Original-Radierung. Kolophon und alle Radierungen sind von Caroline Saltzwedel signiert, alle Radierungen untertitelt und mit der Numerierung 3/25 versehen. „Achtzehn Drucke spiegeln den Roman von James Joyce in einem heutigen Hamburger Kontext wider. Unter jedem Bild steht eine bildliche Fußnote zum Urtext, der Odyssee.“ (aus dem Werbeblatt des Verlages). – Tadellos erhalten!
Schlagwörter: Literatur 20.Jhd., Original-Graphik, Pressendrucke |
1.200,-- | ![]() |
| 80813AB | Hansen Bahia – Lukian. Die Hetärengespräche. In der Übertragung von Christoph Martin Wieland. Mit 22 Farbholzschnitten von Hansen Bahia. Hier die Vorzugsausgabe von 50 Exemplaren mit einer zweiten Folge der Farbholzschnitte. Hamburg, Hauswedell 1971. 4° (= Buch) u. Folio (53 x 39 cm) (= Einzel Bll. auf schweren Bütten). 76 unpaginierte S. u. 22 Bll. Illustr. OPpbd. u. OLn.-Mappe mit DSch. (nur diese ganz minimal lichtrandig).
Die Auflage des Buches betrug 650 Exemplare, davon 50 (hier Nr. 34) mit einer zweiten Folge der Farbholzschnitte auf schweren Büttenpapier vom Künstler einzeln signiert, sowie im Buch unter dem Colophon. – Hervorragendes Exemplar.
Schlagwörter: Klassische Literatur, Literatur 20.Jhd., Literatur illustriert, Original-Graphik, Pressendrucke |
1.500,-- | ![]() |
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